Let’s Go To My Favorite Travel Country, now in English language available

With the help of my friends I was able to get the book translated to English and published.
It’s  available in our online shop, in the „Der Reisebuchladen“ in Dresden and in Pakistan:

1. Islamabad: London Book Company, Kohsar Market,F/6-3  Tel:92 51 2823852

2. Lahore: a) Cocos Cafe, Hera Mandi

Lahore   b) Bagpacker Hotel, phone: o3008866039

3. Gilgit-Baltistan: Borith Lake Hotel-Gojal

 

 

 

Nepal und das Erdbeben – Spenden oder nicht?

Jetzt ist das passiert, mit dem jeder Nepalkenner seit langem gerechnet hat. Ein Erdbeben das auch Kathmandu getroffen hat. Es war schlimm und die Folgen werden die Menschen dort noch auf Jahre spüren. Das es hätte weitaus schlimmer kommen können, ist im Moment kein Trost.
Schon sehr lange haben viele Sachkundige darauf hingewiesen, Kathmandu endlich den Hauptstadtstatus zu entziehen um dieses planlos ausgeuferte Moloch zu entvölkern, vergeblich. Nicht nur hier steckten die politischen Verantwortlichen Nepals wie üblich den Kopf in den Sand, auch bei der aktuellen Nothilfe für die vom Erbeben betroffenen Menschen glänzen sie  mit völliger Unfähigkeit. Einzig der Ruf nach ausländischen Spendengelder ist von ihnen wieder laut zu hören. Dabei gibt es schon mehr als 30.000 NGOs und andere Hilfsorganisationen in Nepal, die jetzt schon der größte Arbeitgeber des Landes sind. Leider ist es ein Fakt, dass die politischen Verantwortlichen in Nepal am meisten von den ausländischen Hilfsgeldern profitieren. Nach einer Studie versschwinden in den Distrikten in denen die beiden großen nepalesischen Parteien regieren (UML und NC) bis zu 90 Prozent der Hilfsgelder. In den Distrikten die von der politischen Nachfolge Partei der maoistischen Rebellen regiert wurden, waren es „nur“ 50 Prozent. Die UML und der Nepali Kongress waren schon 1996 der Hauptgrund für den maoistischen Aufstand, dem ein zehn Jahre andauernder Bürgerkrieg folgte. Ihre Korruption war so offensichtlich und unverschämt, dass sich viele Nepalesen sogar wieder nach der Diktatur ihres Königs zurück gesehnt hatten.
Aber auch heute tun Weltbank und viele ausländische Regierungen so, als hätten sie seit 2013 mit dem Nepal Congress endlich wieder eine Regierung an der Spitze mit der sich arbeiten lässt.
Nein, ich hätte wohl nicht einen Euro für die Opfer des Erdbebens gespendet, wenn ich nicht Stefanie getroffen hätte. Meine Nepal Kontakte liegen mittlerweile einzig im Westen des Landes und mein Vertrauen in nepalesische Hilfsprojekte ist völlig erloschen. Kathmandu betrete ich seit Jahren nur noch mit großem Widerwillen.
Natürlich trat mein Gewissen zu Tage: Die Menschen Leiden, du musst doch wenigstens etwas Spenden. Doch einfach nur Spenden um mein Gewissen zu beruhigen, wollte ich nicht. Ein paar Tage später bekam ich eine Mail einer jungen Deutschen, die ich in Darjeeling getroffen hatte. Ihr nepalesischer Freund, den ich auch kennen lernen durfte, organisiere Hilfe. Seine Leute hätten mittlerweile zumindest einen Schlafplatz und etwas zu Essen, jetzt versuche er in die abgelegenen Begegnenden zu kommen, die bis jetzt noch keine Hilfe erhalten haben, schrieb sie und lies einen detaillierten Plan folgen, was mit dem Geld geschehen werde, das man spendet.
Nepal ist schon jetzt wieder von der ersten Seite der meisten Zeitungen verschwunden, trotzdem wird alleine die Nothilfe, die Betroffenen mit Unterkünften, Essen und sauberen Trinkwasser zu versorgen, auch noch die kommenden zwei Wochen erforderlich sein, mindestens.
Für diejenigen die dabei finanziell helfen wollen, biete ich diese Kontonummer an:
Verwendungszweck: Nepalhilfe- Bijay Ram Gosain
Name: VHS
IBAN: AT42 2040 2000 0010 2616
BIC: SPMIAT21 – Sparkasse Bramberg / Mittersill (Österreich)
Bei meiner nächsten Nepalreise werde ich dann das NGO für das Bijay Ram Gosain arbeitet persönlich besuchen und schauen, ob hier die Sache gegeben ist, die bei Hilfsprojekten das Wichtigste sein sollten: Die Nachhaltigkeit. Denn Nepal ist kein armes Land, wie uns andauernd erzählt wird. Neben etlichen anderen natürlichen Ressourcen, besitzt das Land die zweitgrößten Süßwasser-Vorkommen der Erde. Nepal soll endlich lernen auf eigenen Beinen zu gehen. Die meisten Bürger tun es ja, doch Nepals Demokratie, besser gesagt, seine Politiker lassen sich weiterhin in der Form von westlichen Hilfsgeldern durch die Gegend tragen. Der Preis: Der Ausverkauf des Landes. Es ist die indische Regierung die bestimmt, wann in Nepal die Schleusen der Dämme geöffnet werden. Die chinesische Regierung setzt ebenfalls zum großen Sprung in Nepal an. Dass sie dies aus humanitären Gründen tut, glauben wohl nicht einmal Optimisten.

Peschawar Massaker: Auch die Hoffnung weggemordet

Noch am Montag waren hunderttausende Menschen den Ruf Imran Khans nach Lahore gefolgt. Friedlich demonstrierten sie für ein neues Pakistan. Selbst im kalten Norden in Gilgit fuhren vorwiegend Jugendliche jubelnd durch die Straßen, dabei schwenkten sie Fahnen von Khans PTI. Einen Tag später ist die Hoffnung auf einen Wandel in Pakistan erst einmal weggemordet. Fünf schwer bewaffnete Extremisten stürmten eine öffentliche Schule der pakistanischen Armee in Peschawar. Ein paar Stunden später waren 141 Schüler und neun Lehrer Tod. Spezialteams der Armee erschossen alle Angreifer. Kurz darauf übernahmen die pakistanischen Taliban die Verantwortung für den Anschlag. Er sei die Antwort für den Einmarsch der pakistanischen Armee in Waziristan, ließ ein Sprecher der Extremisten verlauten. Wieder einmal haben die selbsternannten Gotteskrieger unschuldige Zivilisten getötet und diejenigen gestärkt, die sie angeblich bekämpfen wollten. Ministerpräsident Scharif kann sich kurzfristig vom Druck der Demonstrationen erholen und anstatt endlich darauf zu setzen Schulen und Straßen in den abgelegenen Grenzregionen zu Afghanistan zu bauen, um die Wurzeln des Übels in Pakistan langfristig zu vernichten, werden weiterhin kurzfristig gedachte Aktionen der pakistanischen Armee den Weg bestimmen.
Denn solange Eltern ihre Kinder nicht auf kostenlose Regierungschulen schicken können, übernehmen gerade in den abgelegenen Gegenden Pakistans, die Madrassen diese Aufgabe. Doch aus diesen kostenfreien Religionsschulen, die auch aus Saudi Arabien finanziert werden, rekrutieren die pakistanischen Taliban ihren Nachwuchs; stammten doch schon die afghanischen Taliban vorwiegend aus den Madrassen Paistans. Das der lange vorher angekündigte Einmarsch der Armee nach Waziristan den pakistanischen Taliban großen Schaden zugefügt hat, bezweifeln die Experten mit Einblick in diese Region. Dass die eh schon karge Infrastruktur Wazisristan durch die Kämpfe jedoch noch weiter in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist dagegen ein Fakt. Das Pakistan als Reaktion auf den grausamen Anschlag in Peschawar die Todesstrafe wieder einführen will, zeigt die ganze Hilfslosigkeit der Regierung: Selbstmordattentäter mit der Todesstrafe abschrecken.
Auch wenn Ministerpräsident Nawaz Scharif Anstrengungen macht die Wirtschaft zu stärken. Die Senkung der Benzinpreise und das Stabilisieren der Gaspreise sind nichts anderes als Schmerztabletten für den kranken Patienten Pakistans. Scharif macht auch in dieser Amtsperiode keine Andeutungen die Wurzeln des Übels anzupacken. Ob Imran Khan dazu fähig ist, die Mehrheit der Experten bezweifelt es, scheint immer mehr Pakistanern egal. Ihnen scheint es zu genügen, das sie Imran Khan zumindest glauben, dass er es ernsthaft versuchen will. Das Peschawar Massaker hat Khans Versuch jedoch erst einmal wieder etwas weiter in Ferne gerückt.